11. November 2011 - SBW-Zentrum, Langobardenstrasse 11, 45665 Recklinghausen-Suderwich
"Gottes - Rede" in Poesie und Pop-Musik
Zu unserem Themenabend: „Gottes Wort in Poesie und Popmusik begrüßten wir rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zentrum des Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerks (SBW).
Wir danken dem SBW, für die freundliche Aufnahme und Gastfreundlichkeit, sowie unseren „Ausführenden“ Referenten, Peter Diedich und Dr. Reinhard Kiefer für ihre Ausführungen und Einsichten.
Um Leben und Tod - Wort trifft Ton und begegnet Gott
Suche nach Gottesbezügen in Lyrik und Pop-Musik
Nach kurzer Ansprache von Manfred Dorowski übernahmen Dr. Reinhard Kiefer, promovierter Germanist und Literaturwissenschaftler, sowie Peter Diedich, Musiker und Multiinstrumentalist mit christlich-sozialem Schwerpunkt, die Gestaltung des etwa eineinhalbstündigen Erkundungsausflugs auf der Suche nach Spuren von Gottesbezügen in Dichtung und Pop-Musik.
Anspruch und Tiefgang
Wer dann dachte, der sich anschließende Vortrag mit Wort und Musik würde plauschig durch religiöse Lyrik und Liedgut plätschern, wurde schnell eines Besseren belehrt.
Die Suche nach Gottesbezügen in den beiden genannten Kunstformen, ihnen auf den Grund zu gehen, geriet schnell zu einer Art "Austernfischerei": Um den "Wortperlen" in Lyrik und Musik nahe zu kommen, musste tief getaucht und so manche harte Schale aufgebrochen werden.
Rilke, Trakl, Huchel, Meister
Exemplarisch für die Erkundungswanderung auf der Suche nach Gottesbezügen durch die Lyrik, seien sie bejahend, zweifelnd oder ablehnend in Richtung einer allmächtigen Lenkungs- und Gestaltungskraft, griff Dr. Kiefer Werke von Rilke, Trakl, Huchel und Meister auf.
Zunächst vollständig rezitiert, wurden die einzelnen Werke, die wahrlich herausforderten und vom ersten Eindruck her etliche Fragen provozierten, in den persönlichen und zeitgeschichtlichen Kontext der jeweiligen Autoren gestellt und sodann mit Blick auf besondere, faszinierende Gestaltungsmerkmale und Kernaussagen beleuchtet.
Joe Cocker, Beatles und Norman Greenbaum mischen mit
Um den Schwerpunkt nicht zu einseitig auf die Lyrik zu legen und dem Publikum noch eine andere Form der kunstvollen Verarbeitung transzendenter Bezüge darzureichen, wurden die einzelnen Gedichte mit musikalischen Zäsuren voneinander abgesetzt. Peter Diedich (Gesang und Gitarre) gab insoweit mit "You are so beautiful" den Auftakt vor - mit der Bemerkung, dass dieses Lied für ihn am heutigen Abend einmal nicht die Hommage an eine Frau, sondern an Gott darstelle.
Im weiteren Verlauf des Abends wurden zudem Stücke mit religiösen Motiven, wie etwa "Inshallah", "Norwegian Wood" oder "Spirit in the sky" vorgetragen - teilweise auch mit in die deutsche Sprache übersetzte zusätzliche Strophen, die den Originaltext noch einmal besonders in die Nähe zum Thema des Abends rückten.
Die Mischung macht es
Das Publikum war sich am Ende einig, dass die Mischung aus tiefgehenden Wort- und Musikbeiträgen kurzweilig, informativ und nahegehend zugleich war.
An Ort und Stelle wurde daher angeregt, aus dem Format des Abends eine Serie werden zu lassen.
Ob und und mit welchen Themen dies gelingen wird, werden wir hier zu gegebener Zeit berichten .
Andreas Hebestreit

